Wenn ihr einmal in Paris seid, kenn ich eine Adresse wo ihr nicht hingehen solltet: Fabourg-St Denis 10. Arrondissement. Ich war gestern dort...
Angefangen hat die Geschichte wie folgt: ich hab mit Brittney den Film ‚Paris-Je t’aime’ zuende geguckt. Ein Film der aus 18 kleinen Filmen besteht, jeder Film gedreht in einem anderen Quartier von Paris und alles dreht sich um die Liebe. Beim Anschauen des Filmes stellten wir dann fest: wir waren noch nie in Fabourg-St Denis. Also war unser Plan für den sonntäglichen Ausflug: wie fahren dorthin und gucken uns die Gegend an. Als wir dann Sonntag morgen mit Sarah am Metroplan standen und nach der Metrostation suchten klingelte irgendwas in meinem Kopf bei dem Namen St Denis. Jedoch ignorierte ich meine Alarmsignale. Wir machten uns also auf den Weg, zuerst einmal in den Parc Monceau. Ein sehr schöner Park, jedoch wie es aussah der beliebteste Joggingpunkt von ganz Paris. Während wir drei, Kekse essend durch den Park schlenderten, rannten ca. 100 Jogger um uns herum. Wir machten uns jedoch aus der sportlichen Betätigung unserer Mitmenschen nichts, schlenderten weiter, aßen weiter Schokolade und Kekse und erfreuten uns an diesem wirklichen schönen Park ( bis auf die Jogger). Anschließend ging das Abenteuer los. Wir fuhren also nach Fabourg St Denis. Auf unserem Weg zum Gare de l’Est stellten wir noch nicht außergewöhnliches fest. Ich weiß nicht ob es an unserem Weg lag, oder an unserem Gelaber, alles war noch normal. Wir gingen also in den Gare de l’Est um uns einen der Schauplätze der ‚Fabelhaften Welt der Amelie’ anzugucken. Nach Pipistop ging es dann weiter. Da wir noch ein andere Tor anschauen wollten was wir auf dem Hinweg in der Nähe gesehen hatten nahmen wir ‚augenscheinlich’ den selben Weg zurück den wir gekommen waren. Mir kam der Weg jedoch fremd vor und somit machten wir einen Abstecher in eine Seitenstraße um so wieder zum Bahnhof zurück zu kehren, jedoch nicht den gleichen Weg nehmen zu müssen. In diesen Seitenstraßen sahen wir eigentlich keine einzige Frau. Alles war belagert von Männern meist Araber oder Schwarze. Wir taten so als hätten wir nichts gesehen, gingen wieder zum Bahnhof und versuchten unser Glück von neuem. Wir nahmen wieder den selben Weg den wir vorher genommen hatten, da dieser Weg nun doch richtig schien J Nach wenigen Metern stellten wir fest das wir wohl im Ghetto gelandet waren. Wir waren so ziemlich die einzigsten weißen Europäer in dieser Straße und wurden somit auch von jedem zweiten Kerl angesprochen. Eine Frau wollte uns sogar Haare verkaufen. Dies fanden wir dann wirklich eigenartig und machten uns schnellsten Fußes auf den Rückweg. Ich hatte nicht wirklich Angst, aber alleine und bei Nacht wollte ich dann doch nicht durch diese Straße gehen müssen. Auch das klingeln in meinem Kopf das ich bei dem Namen St Denis gehabt hatte war jetzt logisch. Es war dieses Quartier von dem mein Vater mir abgeraten hatte jemals hinzugehen. Es war eine Erfahrung und jetzt waren wir dort und werden wohl nie mehr dort hingehen ;) Anschließend packte uns dann der Hunger. Wir fuhren also nach St Michel und mit Fritten und Döner bepackt setzten wir uns in einen kleinen Park gegenüber der Notre Dame. Als wir gut dort saßen bemerkte ich auch schon den Mann. Ein Kerl zwischen 30 und 40 schlenderte durch den Park, bzw. betrat ihn grade. Schon auf den ersten Blick schien er mir komisch, jedoch wusste ich nicht was es war. Ich aß also weiter so als ob ich nichts gesehen hätte. Als er jedoch hinter uns hin und her schlenderte und ich zu ihm herüberblickte und er mich komisch anguckte machte ich dann doch Sarah und Brittney auf ihn aufmerksam. Brittney merkte dann jedoch schnell das es sich um einen Exhibitionisten handelte. Also sind wir so schnell wie möglich aus diesem Park geflüchtet und hatten die ganze Zeit Angst das uns dieser Irre hinterherkommt. Unser nächstes Ziel war dann der Trocadéro. Dieses Ziel aus dem einfachen Grund weil Brittney noch nie dort gewesen ist. Wir machten also ein paar lustige Fotos und verabschiedeten uns von Sarah. Brittney und ich spazierten dann noch durch das 16te und begutachteten ein paar Snobs. Sehr lustiges Bild: ca. 15 jähriger Kerl der von Mami und Papi Geld hinterhergeworfen bekommt im Hemd und blauen Pullunder :D Nach einem kurzen Spaziergang über die Champs-Elysee fuhren wir dann wieder nach Hause und guckten dann wieder Filme. Diesmal aber nicht mehr mit dem Ziel ein unbekanntes Quartier zu erkunden J
Israel = Grenzschwierigkeiten
vor 17 Jahren

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